So geht die Briefwahl

Am 13. September 2026 sind Kommunalwahlen. Nicht jede und jeder kann an diesem Sonntag ins Wahllokal gehen – wegen der Arbeit, wegen eines Urlaubs, aus gesundheitlichen Gründen oder einfach, weil es zeitlich nicht passt. Dafür gibt es die Briefwahl. Sie ist unkompliziert, kostet Dich wenige Minuten und ist genauso gültig wie die Stimmabgabe im Wahllokal.

Wir haben Dir hier Schritt für Schritt zusammengestellt, wie die Briefwahl funktioniert.

Die Briefwahl musst Du extra beantragen.

Zusammen mit der Wahlbenachrichtigung, die Du per Post bekommst, erhältst Du auch Informationen zur Briefwahl. Wichtig zu wissen: Die Wahlbenachrichtigung allein ist noch kein Antrag. Die Briefwahl musst Du extra beantragen.

Das geht auf zwei Wegen:

  • mündlich – zum Beispiel, indem Du persönlich im Rathaus vorbeigehst
  • schriftlich – zum Beispiel per Brief oder, in vielen Kommunen, über die Website

Den Antrag stellst Du bei Deiner Gemeinde oder Samtgemeinde. Bei uns ist das also die Gemeinde Wietmarschen beziehungsweise die Samtgemeinde Neuenhaus.

Einen Grund musst Du nicht angeben. Niemand fragt Dich, warum Du per Brief wählen möchtest.

Du hast die Briefwahl beantragt? Das kommt dann mit der Post.

Wenn Dein Antrag bearbeitet ist, bekommst Du einen Brief mit Deinen Wahlunterlagen. Darin findest Du:

  • Deine Stimmzettel
  • weitere Informationen zur Briefwahl – zum Beispiel zum Ausfüllen, Verpacken und Zurückschicken der ausgefüllten Stimmzettel
  • die passenden Briefumschläge
  • Deinen Wahlschein

Auf dem Wahlschein musst Du die eidesstattliche Erklärung unterschreiben. Damit versicherst Du, dass Du Deine Stimmzettel persönlich ausgefüllt hast. Ohne diese Unterschrift ist die Briefwahl leider ungültig – das wird bei der Auszählung tatsächlich geprüft.

Wenn Du Deine Stimmzettel nicht selbst ausfüllen kannst, darf Dir eine Person dabei helfen. Diese Person unterschreibt dann ebenfalls eine eidesstattliche Erklärung auf dem Wahlschein. Sie darf Dir beim Ausfüllen helfen – Deine Entscheidung triffst aber Du.

Info: Die Stimmzettel selbst darfst Du nie unterschreiben. Die Wahl ist nämlich geheim. Ein unterschriebener Stimmzettel wäre nicht mehr anonym und würde deshalb ungültig.

Du hast Deine Wahlunterlagen zu Hause ausgefüllt?

Jetzt kommt der Teil, bei dem die meisten Stimmen verloren gehen – und das lässt sich leicht vermeiden: Deine Stimmzettel müssen rechtzeitig zur Auszählung ankommen.

Verschicke Deine Wahlunterlagen also am besten so früh, dass sie spätestens am Freitag vor der Wahl – also am 11. September 2026 – angekommen sind. Noch sicherer ist es, wenn Du den Wahlbrief selbst abgibst. Ob Du den Umschlag frankieren musst, steht auf dem Wahlbrief.

Wenn Deine Unterlagen zu spät ankommen, kann Deine Stimme nicht mitgezählt werden. Der Brief wird dann nicht mehr geöffnet – ganz gleich, wie Du gewählt hast. Deshalb unser Rat: Lege den ausgefüllten Wahlbrief nicht auf den Küchentisch, sondern bring ihn direkt weg.

Wie beantrage ich schriftlich die Briefwahl?

Du kannst Deinen Antrag zum Beispiel als Brief schicken. Auf der Rückseite Deiner Wahlbenachrichtigung findest Du dafür eine Vorlage – Du musst sie nur ausfüllen, unterschreiben und abschicken. In vielen Gemeinden kannst Du den Antrag außerdem direkt auf der Website der Gemeinde stellen. Das dauert meist keine fünf Minuten.

Diese Angaben sind im Antrag besonders wichtig:

  • Dein vollständiger Name
  • Dein Geburtsdatum
  • Deine Adresse

Einen Grund für die Briefwahl musst Du nicht angeben. Wenn Du die Briefwahlunterlagen schriftlich beantragt hast, bekommst Du alle Unterlagen zugeschickt.

Kurz zusammengefasst

  1. Wahlbenachrichtigung abwarten – sie kommt automatisch per Post.
  2. Briefwahl beantragen – mündlich oder schriftlich bei Deiner Gemeinde beziehungsweise Samtgemeinde.
  3. Wahlunterlagen ausfüllen – Stimmzettel ohne Unterschrift, Wahlschein mit Unterschrift.
  4. Rechtzeitig zurückschicken oder abgeben – am besten bis Freitag, den 11. September 2026.

Wenn Du unsicher bist oder Fragen hast, hilft Dir das Wahlamt Deiner Gemeinde gerne weiter. Und wenn Du wissen möchtest, wofür wir als FDP Wietmarschen-Neuenhaus vor Ort stehen: Sprich uns an – auf dem Wochenmarkt, an der Haustür oder hier auf der Website.

Jede Stimme zählt. Auch die, die per Brief kommt.

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